Aber etwas zu bescheiden und eher von Gestern als ein Blick in die Zukunft:
Der teure Themenpark. Das hätten andere, alle anderen, Holländer,
Belgier, Japaner, Koreaner, Franzosen, Engländer usw. sicher besser
gemacht. Deutschland ohne Ehrgeiz, ohne Verantwortung, ohne Möglichkeit
ist noch immer ein Schlußlicht im Schatten der eigentlichen Welt.
Zumindest das wurde öffentlich. Daß wir Menschen alle in einem
Boot sitzen, war als Problematik kaum Thema, mit welcher Problematik ganz
ungenügend, und wohin das Boot fährt, schon gar nicht - eben
Thema verfehlt.
Vatikan und Islam hielten dazu nicht anders an sich.
Die Logistik freilich mehr als bescheiden, krämerhaft, kleinkariert,
unsozial. Für jemand, der zum Anfahrpreis und Eintrittspreis nicht
noch einmal unverschämt kräftig für ein Stückchen bedrucktes
Papier bezahlen kann, bleibt der Lageplan der einzelnen Hallen, und bleiben
damit Veranstaltungen und auch Transportmittel geheim. Massenhaft bedrucktes
und kostenlos verteiltes Papier wird offensichtlich sorgfältig zensiert,
auf daß sich ja niemand kostenlos orientieren kann.
Unsozial und dilettantisch auch der Zugang zu den über hundert
einzelnen Hallen, die viele Kilometer auseinander liegen, was jeder Flughafen
und jedes Kaufhaus weit einsichtiger löst, so daß hier auf der
Weltausstellung der Besucher 90% seiner teuer bezahlten Zeit mit Laufen
verbringt, wenn er sich nicht noch einmal 350 Mark für ein Mobil leisten
kann, die denn auch unbenutzt stehen bleiben. Man läßt antanzen
und zahlen.
© Friedhelm Schulz, 15. August 2000