http://www.friedhelm-schulz.de/Ausstellung%20im%20Rathaus.pdf
(bitte bei mir
melden, Stichwort Wedding, Fridolin, Zeltlager Stammbach, 1976
möglichst mit Fotos von
Euch aber auch von den Bildern:

Namen und Titel
1.
UM Töpsch: Vase mit Vogelfisch
2.
Jeanette Stahn: Der Affe im Tempel der Zeit
3.
Sabine drewenzki: Geisternacht
4.
Gabriele Schöneck: Die Straße trägt das Dach
5.
Elke Baum: Mann und Frau im Mondschein
6.
Daniele Rikus: Pferde
7.
Olaf Krause: Der Unmensch als Weltenschöpfer
8.
Ghouchaba Fahed: Kämpfender Gorilla
9.
Ghouchaba Aphrodite: Rot bis Grau
10.
Christine Gehrke: Greifende Bäume
11.
Christine Gehrke: Drachen
12.
Timo Gortz: Wikingerschiff
13.
Petra Hass: Frau im Bad
14.
Rainer Fuhrmann: Von der vegetarischen Sonne entsteht Leben und
Bewußtsein.
15.
Thomas Falke: Die grüne Sonne der Wale
16.
Frank Drewenski: Die Schule produziert Eierköpfe und ist gleichzeitig
der Galgen; hinter dem Horizont steigt der Unmensch auf
17.
Mark Konitzko: Segelschiff
18.
Jörg Buchow: Pazifikinsel
19.
Renate Ebert: Dritter Schöpfungsakt
20.
Sabine Deutsch: Die Ente vor der Unterwelt
21.
Viola Schumann: Festgewachsene Menschenpuppen reihen den
Weg zum Kreuz
22. Frischwasser: Fruchtbarkeit der Erde
22a. Frischwasser: Musik
23.
Ennio Spina: Landschaft in Stammbach
24.
Frank Koppe: Frau unter dem Baum
25.
Andreas Kohring: Blumen
26.
Andreas Kohring: Ausblick ins Unendliche
27.
Detlef Weyer: Die Schatten wollen zur Sonne
28.
Rene Rampelmann: Gefahr über dem Haus
29.
Dirk Hesse: Die rote Sonne
Zur Entstehung der Bilder
Es sind Arbeiten von Kindern zwischen 10
und 15
Jahren unter Leitung und Anleitung von Friedhelm Schulz.
.
Im Zeltlager Stammbach 1976 wurde allgemein angeboten, ein Ölbild auf »richtiger« Leinwand zu malen unter Anleitung in einem Zeitraum von 3 Wochen.
Bedingung zur Teilnahme war: jeder mußte den Rahmen für seine Leinwand selber herstellen; fünf Entwürfe mit Bleistift auf Papier mußten vorgezeigt werden; und - das Motiv mußte zum Genre der abstrakten Malerei gehören. Die Teilnahme war erfreulich: 30 von 96 Kindern begannen zu sägen und zu zeichnen, alte Lattenroste und alte Zeltplane standen zur Verfügung.
Bald zogen bereits die ersten mit geweißter Leinwand über den Zeltplatz. Wo keine Idee zu einem Bild entstehen wollte, war es erlaubt, aus Kriggel-strichen Formen zu suchen, diese zu verdeutlichen und dann mehrere solcher Figuren zu einem Thema zusammen zu komponieren. Dann wurden die Farben einzeln diskutiert, und es konnte begonnen werden zu malen. Gemalt wurde mit Dispersionsbinder. Später wurden die Farben in Sonnenblumenöl + 10% Härter getränkt.
Schon nach 2 Wochen waren die ersten Gemälde fertig und immer mehr Kinder kamen mit Entwürfen und Holzrahmen, um noch mitmachen zu können, - Kinder, die den Namen Picasso nicht kannten! Alle Mitarbeiter unterstützten die Aktion und stellten ihr Gemeinschaftszelt als Atelier zur Verfügung. Beim Aufteilen der Fläche, beim Ausmalen der Umrisse und beim Mischen der Farben wurde großzügig geholfen. Am Ende des Lagers zogen die Kinder mit ihren noch frischen Bildern ins Dorf Stammbach, um sie dort auf dem Marktplatz auszustellen. Sie spürten am eigenen Leibe die Skepsis der Bevölkerung gegen das Moderne Zeug, wobei sie das Gefühl von Avantgarde erleben durften und mußten.
Das Projekt wurde veranstaltet von dem Weddinger Maler Friedhelm Schulz, der sich für das Zeltlager als Betreuer angemeldet hatte. Sein Ziel war, den Kindern durch die Schaffung eines gelungenen Bildes einen Zugang zur Malerei der Gegenwart zu eröffnen und Vorurteile gegen die moderne Malerei abzubauen.
Die Bilder sind Eigentum der Kinder und
können in der letzten Woche der Ausstellung im Rathaus Wedding abgeholt werden.
www.friedhelm-schulz.de/Ausstellung
im Rathaus.pdf
http://www.friedhelm-schulz.de/Ausstellung%20im%20Rathaus.pdf